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Crossing the Bridge - The Sound of Istanbul

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Crossing the Bridge - The Sound of Istanbul
Ceza & Gang
Deutschland 2005 - Regie: Fatih Akin - Darsteller: Alexander Hacke, Baba Zula, Erkin Koray, Ceza, Istanbul Style Breakers, Mercan Dede, Selim Sesler, Aynur, Brenna MacCrimmon, Orhan Gencebay, Müzeyyen Senar - Prädikat: besonders wertvoll - Länge: 90 min. - Start: 9.6.2005
Beschreibung

Ein Cowboy in Istanbul. ALEXANDER HACKE, seit über 20 Jahren Mitglied der Band EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN, kam im Zusammenhang mit einer Musikproduktion für den Film GEGEN DIE WAND erstmals in Kontakt mit der Stadt und ihrer Musik. Bei dieser Gelegenheit lernte er die Mitglieder der neopsychedelischen Istanbul-Band BABA ZULA kennen.

Als diese den Verlust ihrer Bassistin zu beklagen hatten, wurde Alex Hacke gebeten einzuspringen. Fasziniert von der Stadt und ihrem musikalischen Reichtum ließ sich der Musiksammler und Sound-Experimentierer nicht lange bitten. Aber er packte nicht nur seine Bassgitarre ein, sondern auch ein mobiles Aufnahmestudio und sein ‚Wundermikrophon’, mit dem er schon viele Stimmen und Klänge aus aller Welt eingefangen hat.

Mit einer Verfahrensweise, die er ‚Street-Recording’ nennt und die es erlaubt, an jedem erdenklichen Ort eine professionelle Musikaufnahme zu machen, will er nun die musikalische Vielfalt Istanbuls einfangen und auf Festplatte bannen. Dabei soll ein möglichst breites Spektrum dem westlichen Publikum zu Gehör gebracht werden, von modernen elektronischen Klängen, über Rock und Hip-Hop bis zu klassischer ‚Arabesque-Musik’. FATIH AKIN begleitet Alexander Hacke bei dieser Mission mit der Kamera und portraitiert Istanbuls lebendige Musikszene, deren Musik überall in der Stadt präsent ist und die von ihren Einwohnern heiß geliebt wird.

Hackes ‚Home-Base’ ist das ehrwürdige Büyük Londra Oteli (Grand Hotel de Londres) im Stadtteil Beyoglu, dem vielleicht ‚europäischsten’ Flecken der Türkei. Von hier aus geistert Hacke durch eine fremdartige, widersprüchliche, gegensätzliche, quirlige und verführerische Welt, sammelt Eindrücke und Tonspuren und lässt sich im unaufhaltsamen Strom einer Mega-Stadt treiben, die unzählige Gesichter zu haben scheint. Doch die Vielfalt und Kraft dessen, was ihm begegnet, ist überwältigend. Keine Festplatte und kein Film kann all die Bilder und Töne dieser Stadt in all ihren Facetten wiedergeben. Mit dieser Erkenntnis kehrt der Held schließlich heim, mit einem Schatz im Gepäck, den es nun auszuwerten und an den Mann zu bringen gilt.
Text & Foto: Pictorion / corazon / intervista

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