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Can go through skin

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Can go through skin
Rifka Lodeizen, Wim Opbrouck
Niederlande 2009 - Originaltitel: Kan door huid heen - Regie: Esther Rots - Darsteller: Rifka Lodeizen, Wim Opbrouck, Chris Borowski, Elisabeth van Nimwegen, Tina de Bruin, Mattijn Hartemink - Fassung: O.m.d.U. - Länge: 97 min. - Start: 28.1.2010
Beschreibung

Als wäre ein Schicksalsschlag nicht genug, wird Marieke (Rifka Lodeizen) kurz nach der Trennung von ihrem Freund Opfer eines brutalen Überfalls. Sie schottet sich von der Außenwelt ab, zieht im klirrend kalten Winter in ein renovierungsbedürftiges Haus nach Zeeland und versucht trotzig, kein Opfer zu sein. In den langen Szenen, in denen Marieke mit sich und ihrem Gefühlschaos allein im Haus ist, werden die Außenwände zur Grenze ihres Ichs, in dem Unbewusstes und Bewusstes, Erinnerungen, Gedanken und Rache, oder vielleicht auch nur die Fantasie davon, gleichermaßen real sind.

Die Kamera, die ihr dabei sehr nah kommt und oft ihre Perspektive einnimmt und die Tonspur, die Sprache, Geräusche, Musik und Gesang zu einem beeindruckenden Soundtrack verwebt, machen uns zu intimen Zeugen von Mariekes Verdrängung von Gefühlen wie Scham, Hilflosigkeit, Trauer und Schwäche. Für sich bevorzugt sie Posen, die Stärke behaupten; die Empathie, die sie sich selbst verweigert, empfindet sie in nächtlichen Internet-Chats für andere Opfer, in denen auch die Idee entsteht, die Bestrafung der Täter selbst in die Hand zu nehmen. Sie lässt sich auf eine Beziehung zu ihrem bodenständigen Nachbarn John (Wim Opbrouck) ein und wird schwanger. Doch ohne es zu merken, verliert Marieke allmählich die Kontrolle über ihr Leben.
Text & Foto: Arsenal - Institut für Film und Videokunst e.V.

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