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Villa Amalia

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Villa Amalia
Isabelle Huppert als Ann
Frankreich / Schweiz 2009 - Regie: Benoît Jacquot - Darsteller: Isabelle Huppert, Jean-Hugues Anglade, Xavier Beauvois, Maya Sansa, Clara Bindi, Viviana Aliberti - FSK: ohne Altersbeschränkung - Fassung: O.m.d.U. - Länge: 91 min. - Start: 25.11.2010
Beschreibung

Ann (Isabelle Huppert) verfolgt das Auto ihres Mannes (Xavier Beauvois), beobachtet, wie er eine andere Frau küsst. Im Dunkel verborgen, trifft sie einen Freund aus Kindheitszeiten (Jean-Hugues Anglade) auf der Straße. Eine seltsame Dualität nimmt ihren Lauf.

Ann entfernt sich systematisch von ihrem Mann. Sie beginnt kategorisch ihr bisheriges Leben auf den Nullpunkt zu fahren, Handy, Appartement, Auto, Job, Konto aufzulösen. Gleichzeitig vertraut sie sich Georges an, dem Kindheitsfreund, den sie in dieser Nacht wie zufällig getroffen hat. Man spürt, dass es mehr gab als diesen flüchtigen Kuss ihres Mannes mit der anderen.

Benoît Jacquots Kino ist ein Kino der Auslassungen und Verkürzungen, mit denen er seinen Figuren größten Reichtum einhaucht. Am Ende dieses magischen Weges hat es fast keine Bedeutung mehr, ob dieser Georges wirklich existiert oder ob es die Villa Amalia, zu der sich Ann aufmacht, überhaupt gibt. Vielleicht hat Jacquot auch nur einen Gedanken erzählt, einen Wunsch, der schon länger in seiner Hauptfigur schlummert. Jacquots Kino ist ein Ort der Illusion, wo Erklärungen überflüssig sind. In Isabelle Huppert hat er seine ideale Darstellerin gefunden.
Text & Foto: Peripher

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