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Vorsicht Sehnsucht

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Vorsicht Sehnsucht
André Dussollier als Georges
Frankreich 2009 - Originaltitel: Les herbes folles - Regie: Alain Resnais - Darsteller: André Dussollier, Sabine Azéma, Anne Consigny, Emmanuelle Devos, Mathieu Amalric, Michel Vuillermoz, Edouard Baer, Annie Cordy - FSK: ab 12 - Länge: 103 min. - Start: 22.4.2010
Beschreibung

Nach einem Schuhkauf wird Marguerite (Sabine Azéma) mitten in Paris die Handtasche entrissen. Ihre Brieftasche findet der Pensionär Georges (André Dussollier). Er beginnt sofort, sich für diese Frau um die 50 zu interessieren, die einen Pilotenschein hat und in einem Pariser Vorort lebt, wo sie mit einer Kollegin (Emmanuelle Devos) eine Zahnarztpraxis leitet.

In seiner Phantasie versucht er sich vorzustellen, wie sie lebt, wer sie ist, und er überlegt, um sie kennen zu lernen, ihr die Brieftasche persönlich zu bringen. Schließlich gibt er sie aber doch bei der Polizei ab und hinterlässt dort seine Telefonnummer. Marguerite bedankt sich telefonisch, legt aber keinen Wert auf ein persönliches Treffen, was Georges nur um so mehr dazu bringt, sich ein Bild von ihr zu machen und sich in ihr Leben zu drängen.

Der gutbürgerlich situierte Georges wirkt geradezu besessen von dieser unbekannten Frau, auch seine eigene Frau Suzanne (Anne Consigny) und seine erwachsenen Kinder beginnen sich zu wundern. Dann aber kommt es nach einem Kinobesuch doch noch zu einem Treffen von Georges und Marguerite, und obwohl beide sehr lebenserfahrenen Menschen sind, geraten die Dinge völlig außer Kontrolle.

Der Großmeister des französischen Beziehungskinos Alain Resnais - "Hiroshima Mon Amour" (1959), "Letztes Jahr in Marienbad" (1961), "Smoking/No Smoking" (1993), "On connaît la chanson“ (1997) - sucht für seine Beziehungsgeschichten immer neue Erzählformen. In seinem neuesten Werk hat er sich vom französischen Bestsellerautor Christian Gailly inspirieren lassen.

Sabine Azéma und André Dussollier spielen eine zunehmend verrückter werdende Annäherung zweier Menschen im fortgeschrittenen Alter. Menschen, die sich in ihrem Leben längst eingerichtet haben, und die eigentlich nichts mehr aus der Bahn werfen sollte. Der ironisch kommentierende Off-Erzähler, die präzis aufeinander abgestimmten, parallelen Handlungsebenen, und die lustigen, aber eigentlich tragischen Missverständnisse und psychologischen Verwicklungen, machen den Film zu einer altersweisen, aber keineswegs milden Komödie über unerfüllte Wünsche und Lebensentwürfe.
Text & Foto: Schwarz-Weiss

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