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Die Stimme meines Vaters - Babamin Sesi

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Die Stimme meines Vaters - Babamin Sesi
Basê Dogan als Basê
Türkei / Deutschland / Frankreich 2011 - Originaltitel: Babamin Sesi - Regie: Orhan Eskiköy, Zeynel Dogan - Darsteller: Basê Dogan, Gulizar Dogan, Zeynel Dogan - FSK: ohne Altersbeschränkung - Fassung: O.m.d.U. - Länge: 88 min. - Start: 15.11.2012
Beschreibung

Die alte Basê (Basê Dogan) wartet seit Jahren voll schmerzlicher Sehnsucht auf die Heimkehr ihres Sohnes Hasan. Wie einst der längst verstorbene Vater ist er von Haus und Heimat im Süden der Türkei weg gegangen, ohne zu hinterlassen wohin. Tag und Nacht hofft Basê mit jedem Geräusch von draußen, dass der Sohn durch die Tür tritt.

Bei den Vorbereitungen seines Auszugs aus dem elterlichen Haus fällt Mehmet (Zeynel Dogan), dem jüngeren Sohn, eines der Tonbänder in die Hände, das seine Mutter und er vor langer Zeit für den Vater besprochen hatten. Damals waren sie die einzige Möglichkeit zur Kommunikation. Telefon gab es nicht, er war noch zu klein zum Lesen und Schreiben, seine Mutter Analphabetin. Schmerzlich wird ihm bewusst, dass er seinen eigenen Vater nicht gekannt hat. Die einzige Chance, mehr über Mustafa zu erfahren, sieht er in den Tonbändern, doch Basê streitet deren Existenz konsequent ab.

Je länger Mehmet nach den Bändern sucht, desto mehr erfährt er von der sich nur zögernd öffnenden Mutter aus der Vergangenheit seiner Familie. Nach und nach fügen sich die Teile zu einem Puzzle zusammen, das Aufschluss darüber gibt, warum die Nachbarskinder Basê üble Streiche spielen, warum immer wieder bedrohliche Gestalten im Vorgarten stehen und nach Hasan fragen, warum die Mutter anonyme Anrufe erhält, bei denen sich niemand meldet. Und er beginnt zu verstehen, warum Basê alles verdrängt, was an ihren Mann, seinen Vater erinnert.

Die deutsch-türkische Koproduktion DIE STIMME MEINES VATERS - BABAMIN SESI zeichnet auf dem Hintergrund atemberaubender Landschaftsbilder das sensible Portrait (Kamera: Emre Erkmen) der Kurdin Basê und erzählt von ihrem Leben voller enttäuschter Hoffnungen, vor allem aber davon, wie sich die alte Frau aus ihrer Rolle der Duldsamen befreit.
Text & Foto: Aries Images

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