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99euro-films

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99euro-films
Andreas Schmidt, Axel Prahl
Deutschland 2001 - Regie: Michael Klier u.a. - Darsteller: Alexandra Maria Lara, Laura Tonke, Antonio Wannek, Minh-Kai Phan-Thi, Judith Angermeier, Dennis Feldhus, Jan Kretschmer, Rita Breitkreiz, Evelyn Mayka, Katja Weilandt, Caroline Peters - Start: 2.5.2002
Beschreibung

12 deutsche Filmemacher drehen jeweils einen kurzen Film für ein Budget von 99 Euro. Aus den 12 Filmen entsteht ein Kompilationsfilm.

Sebastian Beers "(TM)" ist trockener norddeutscher Humor in bester Slowburn-Manier. Zwei Jungs und ihre Tagträume vom King of Pop und den Gema-Rechten an der Stille. Beer erobert ein gutes Stück von D.W. Bucks Flachland-Roadmovie-Style der langsamen Art.

"Balkan Rhapsody" von Esther Gronenborn führt uns ins osteuropäische Ausland. Zwei ältere deutsche Damen geraten zwischen die Fronten, als sie zu nächtlicher Stunde im Hotelflur einer jungen Frau zu Hilfe eilen. Ein skurriler Reisebericht über fehlgeschlagene Völkerverständigung.

Ein Kammerspiel nach einem Text von Klaus Pohl ist "Die schöne Fremde" von Frieder Schlaich. In Echtzeit beobachten wir die letzten Minuten vor einer Eheschließung. Selbst die entfernteste Vergangenheit bleibt spürbar und beeinflusst die Gegenwart. Sind die Missverständnisse ausräumbar?

Matthias Glasner zeigt in "Die Selbsttötung der Sara W." das tragisches Ende der cinephilen Filmvorführerin und internationalen Performancekünstlerin Sara W. Ein furioses Pamphlet über die Liebe zum Kino und die Allmacht der Kinomaschinerie Hollywood. Ein trashiger Dokuclip mit Blut, Schweiß und Tränen.

"Ein Mann boxt sich durch" von Michael Klier ist ein dokumentarisch anmutendes Minidrama vom Alexanderplatz. "Hauen sie mir in die Fresse für 20 DM" steht auf dem Schild des Helden von der traurigen Gestalt. Zärtlich, schnell, direkt und hart wie ein linker Aufwärtshaken.

Ein experimenteller Social-Spot, der den Anwälten von Fußballlehrer Christoph Daum in ihrer Verteidigungsstrategie helfen soll, ist "Ich schwöre" von RP Kahl. Eine Journalistin und imagebewusste Stars auf dünnem Eis zwischen Wahrheitsfindung und Lüge. Ein realer Alptraum in Splitscreen.

Zwei junge Männer hüpfen von einer Menschenmenge angefeuert um die Wette in Martin Walz' Beitrag "Ein kurzer Film über das Hüpfen". Eine perfekte Mischung aus Dada, Stummfilm und Ben Hur. Ohne Worte wird das ewige Prinzip vom Loser und Winner vorgeführt.

In Peter Lohmeyers Regiedebüt "Leila läuft" läuft Leila über die Insel Pellworm. Ein poetischer Landschaftskrimi, der das Genre Heimatfilm neu entdeckt. In der Geschichte voller wundersamer Begegnungen folgen wir einer bezaubernden Jungdarstellerin im Kampf mit den Elementen.

In "Loreley S." von Miriam Dehne geht Anton mit einem Stein um den Hals in das blaugrüne Wasser. Sein Freund Bela schläft. Ein nixenhaftes Wesen wird ihn retten. Ein Märchen über Einsamkeit, die Liebe und Männerfreundschaft. Und das alles zu melancholischen Popklängen des neuen Berliner Shootingstars Maximilian Hecker.

Nicolette Krebitz zeigt in "Mon Cherie" vier junge schöne Frauen und ihren nächtlichen Ausflug in die Rotlichtszene. Die 99 Euro werden Teil der Handlung. Der Stricher ist schön und kann kein deutsch. Die Nacht ist heiß, der Champagner kalt. Das Motto ist klar: außer Freundinnen gibt es nichts zu verlieren.

In Mark Schlichters rasanter Komposition "Privat" nehmen mehrere Personen einer Wohngemeinschaft die Videokamera selber in die Hand. Im unzensierten Material der Nachkommen der Alt-68er blicken wir in die Ideale und Abgründe von freier Liebe und WG-Romantik.

In Daniel Petersens "So billig" trifft der Popstar auf seinen Killer. Es ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Die unvermeidliche Frau zwischen beiden geht für Geld, Ruhm und Sex über Leichen und lässt die beiden Helden am Ende blass zurück. Ein Jumpcut aus Gefühlen und Bildern.
Text & Foto: Filmfest Oldenburg; Verleih: Neue Visionen/Independent Partners

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