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Der Brief des Kosmonauten

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Der Brief des Kosmonauten
Luk Piyes, Frederick Lau
Deutschland 2002 - Regie: Vladimir Torbica - Darsteller: Luk Piyes, Frederick Lau, Oliver Bäßler, Katja Medvedeva, Vsevolod Tsurilo, Walera Kanischtscheff, Eduard Kuular, Ulrike Bliefert - Prädikat: wertvoll - FSK: ab 6 - Länge: 97 min. - Start: 22.8.2002
Beschreibung

In der weiten, klaren Landschaft der sibirischen Steppen lebt die deutschstämmige Familie Wormsbecher. Der Vater hat eine gefühlvolle Russlanddeutsche geheiratet. Er möchte mit ihr und seinem 10-jährigen Sohn Heinrich nach Deutschland zurück und wartet gespannt darauf, dass sein Antrag genehmigt wird.

Was eines Tages tatsächlich geschieht und das Leben von Familie Wormsbecher in eine westdeutsche Großstadt versetzt, die gleichzeitig Zwischenstation für die Träume von drei Deserteuren und einem Musikstudenten ist, die Russland illegal mit dem Ziel verließen, eine neue Existenz in Amerika aufzubauen. Das Leben im goldenen Westen gestaltet sich für die Wormsbechers alles andere als einfach. Der kleine Heinrich findet nur schwer Anschluss und sein Wunsch, Astronaut zu werden, verursacht schließlich einen handfesten Krach mit seinem strengen Vater, bei dem Heinrich erfährt, in Wahrheit ein Adoptivkind aus einem russischen Waisenhaus zu sein.

Heinrich reißt aus und als er Zuflucht in einem Gartenhäuschen sucht, fällt er den Russen in die Arme, die sich dort verstecken. Sie schlagen sich mit kleinen Gaunereien durch, die auch ihre gefälschten Pässen finanzieren sollten. Da sie es sich nicht erlauben können, einen „Zeugen" frei zu lassen, nehmen sie schließlich den Jungen auf, der sie nun auf ihren Streifzügen durch eine für alle fremde Stadt begleiten wird. Ruslan, der sensiblere der vier, nähert sich dem Jungen sowohl als erster, wahrer Freund, als auch als Vaterfigur: seine Begeisterung für die Kunst wird einen Prozess in Heinrich verursachen – eine Veränderung, die zwar Schicksalsschläge nicht fern halten, jedoch die Wirklichkeit, das Leben für immer verändern wird...

Sensibel, unterhaltsam, realistisch und zutiefst europäisch erzählt DER BRIEF DES KOSMONAUTEN die Geschichte von Ruslan, einem russischen Lebenskünstler, und Heinrich, einem 10-jährigen Ausreißer: beide verbindet der Traum von Freiheit und der großen Welt. In der Tradition von warmherzigen Filmen wie „Kolya" und „Jenseits der Stille", setzt DER BRIEF DES KOSMONAUTEN auf Gefühle, Spannung und Poesie und schlägt eine Brücke vom deutschen Film auf eine international gültige Impression der verbindenden Rolle von Freundschaft und Kunst, die hier in außergewöhnlichen schauspielerischen Leistungen, sowie in einem bildsprachlichen und musikalischen Gesamtkonzept einen sensiblen Ausdruck findet.
Text & Foto: Concorde

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