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Milch der Zärtlichkeit

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Milch der Zärtlichkeit
Marilyne Canto als Christelle
Frankreich / Belgien 2001 - Originaltitel: Le Lait de la Tendresse humaine - Regie: Dominique Cabréra - Darsteller: Patrick Bruel, Marilyne Canto, Dominique Blanc, Valeria Bruni Tedeschi, Claude Brasseur - FSK: ab 12 - Fassung: O.m.d.U. - Länge: 93 min. - Start: 7.11.2002
Beschreibung

Von panischer Angst ergriffen, legt Christelle (Marilyne Canto) den Telefonhörer auf. Wasser sickert unter der Badezimmertür hindurch, ein Waschbecken läuft über, die junge Frau flieht aus ihrer Wohnung und lässt ihre kleine Tochter in der Badewanne zurück. Sie läuft, überlegt es sich noch einmal, ruft aus einer Zelle an, bringt kein Wort heraus und findet schließlich eine Etage höher bei ihrer Nachbarin (Dominique Blanc) Zuflucht. Sie steht unter Schock und ist zu keiner Erklärung fähig. Christelle will nicht in ihre Wohnung zurückkehren, will ihren Mann nicht mehr sehen und versinkt in völliger Ratlosigkeit.

Der Film von Dominique Cabrera beginnt mit dieser Beschreibung des Ausbruchs einer inneren Krise, eine Frau steht unerklärlicherweise am Rande eines Abgrunds und scheint jeglichen Bezugspunkt verloren zu haben. Mit seiner Schulterkamera fängt Cabrera wie zufällig Bilder ein, die eine dramatische Stimmung und eine derartige Spannung aufbauen, dass das Ganze fast unwirklich anmutet. Neben Christelle tauchen weitere Personen auf: ihre Schwester (Mathilde Seigner), ihre Mutter (Marthe Villenage), der Freund (Olivier Gourmet), Christelles Ehemann (Patrick Brunel), die alle tief besorgt nach der jungen Frau suchen, während die Nachbarin und ihr Gefährte (Sergi Lopez) versuchen zu verstehen und sich wortlos um Christelle kümmern.

Dominique Cabrera vollzieht einen ständigen Drahtseilakt zwischen ihren Figuren. Sie folgt der einen, wendet sich dann einer anderen zu, und kehrt doch immer wieder zu Christelle zurück. Parallel zur Schilderung des Freiheitswillens der jungen Frau werden die Beziehungen der anderen untereinander beleuchtet. Die Suche nach der eigenen Identität, die Fähigkeit oder Unfähigkeit zur Hingabe, das Bedürfnis nach dem Anderen werden zum eigentlichen Leitfaden des Films.
Text & Foto: Peripher

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