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Uckermark

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Uckermark
"Uckermark"
Deutschland 2002 - Regie: Volker Koepp - Darsteller: Fritz Marquardt - FSK: ohne Altersbeschränkung - Länge: 105 min. - Start: 12.12.2002
Beschreibung

Die Uckermark, nur 60 km von Berlin, nordöstlich an Vorpommern und Polen grenzend, ist heute der größte deutsche Landkreis. Ihre Fläche übertrifft die des Saarlands; gleichzeitig ist es die am dünnsten besiedelte Gegend in Deutschland. Eine Landschaft mit sanften Hügelketten, weiten Feldern, einsamen Seen und alten Baumalleen. In den Dörfern mittelalterliche Backsteinkirchen und massive Wehranlagen aus Feldsteinen. Aus jüngerer Zeit verfallene Schlösser und Gutshäuser, verkommene Stallungen aus LPG-Zeiten, verlassene Bauernhäuser, ein Denkmal zur Bodenreform nach 1945: „Junkerland in Bauernhand“.

Der Epochenriss geht mitten durch diese Region und ihre Menschen. Vor dem Zweiten Weltkrieg waren die meisten landwirtschaftlichen Betriebe hier im Besitz des seit Generationen ansässigen Landadels. In der DDR wurden die Güter enteignet und zu Produktionsgenossenschaften umgewandelt, in denen nun der größte Teil der Bevölkerung arbeitete.

Die heutige Form der Landwirtschaft braucht nur noch wenige Menschen. Große Flächen wurden zu Nationalparks und Naturschutzreservaten erklärt. Mehr als 20 Prozent der Bevölkerung ist arbeitslos. Die Uckermark zählt zu den ärmsten Regionen Deutschlands. Wer noch Hoffnung hat, woanders Arbeit zu finden, zieht fort.

Volker Koepp ist nach seinen Filmen HERR ZWILLING UND FRAU ZUCKERMANN und KURISCHE NEHRUNG wieder in die Mark Brandenburg zurückgekehrt, in der eine Vielzahl seiner Filme entstanden sind. Im Film UCKERMARK beschreibt er das Nebeneinander der Zeiten durch Erzählungen und Lebensgeschichten von Menschen. Bauern und zurückgekehrter Adel, Männer und Frauen, die über kurzfristige Beschäftigungsmaßnahmen nach sinnvoller Arbeit suchen. Ein Theatermann (Fritz Marquardt), der sich in der Uckermark an Vergangenes erinnert. Wie auf einer Bühne versammelt der Film eine kleine Schar von Übriggebliebenen und Heimkehrern der Nachwendezeit. Er zeigt sie bisweilen skurril und tragikomisch, manchmal melancholisch und von trotzigem Idealismus.
Text & Foto: Salzgeber & Co.

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