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Junimond

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Junimond
Laura Tonke, Oliver Mommsen
Deutschland 2001 - Regie: Hanno Hackfort - Darsteller: Oliver Mommsen, Laura Tonke, Stephan Kampwirth, Teresa Harder, Julia Kippes, Rainer Sellien, Daniel Schmidt, Arianne Senn, Willy Hagemeyer, Petra Coers-Schmitt, Amelie Leipprand - Länge: 89 min. - Start: 18.9.2003
Beschreibung

Auf der Flucht vor seiner Vergangenheit und den traumatischen Erinnerungen an seinen Einsatz als KFOR Soldat im Kosovo verschlägt es Paul (30) aus der Metropole Berlin ins kleinstädtische Paderborn.

Eines Tages beobachtet er vom Küchenfenster aus seine Nachbarin Nele (28), die im Haus gegenüber wohnt. Über die Distanz der Straße hinweg beginnen die beiden vorsichtig, Kontakt miteinander aufzunehmen. Nele arbeitet als Ergotherapeutin in einem Therapiezentrum für verhaltensauffällige Kinder. Schon seit geraumer Zeit versucht Wolfgang Thormann, der alleinerziehende Vater eines der Kinder, Neles Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Seine schüchterne Art rührt Nele, doch genau wie Paul ist sie eher eine Einzelgängerin, die ihre sozialen Kontakte auf das Nötigste beschränkt.

Die Verlorenheit des Einzelnen, der den Glauben an die Liebe eingebüßt hat, verbindet die beiden. Während Paul mit der erlebten Unmenschlichkeit des Menschen nicht fertig wird, muss Nele, nach dem Zerbrechen einer langjährigen Beziehung nun feststellen, dass auch die Ehe ihrer Eltern über Jahre hinweg nur noch eine Fassade war, die nun, da die Kinder aus dem Haus sind, ineinander zusammenfällt. Ganz langsam entwickelt sich so etwas wie Vertrauen und Freundschaft zwischen den beiden und sie beginnen, sich mehr und mehr füreinander zu öffnen.

Rita, Neles Kollegin, ist der Meinung, dass alles, was Nele fehle, die Beziehung zu einem Mann sei und sie nun in Paul doch den richtigen an der Hand habe. Aber sowohl für Nele als auch für Paul kommt eine Beziehung nicht in Frage. Der Anfang der Liebe sei auch immer gleich der Anfang vom schmerzhaften Ende. Als Zuschauer spüren wir jedoch, dass die Liebe zwischen den beiden kaum noch zu leugnen ist.

Die Geschichte nimmt in dem Moment ihre Wendung, als Paul bei einem Arztbesuch Leukämie im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wird. Eine Chance auf Heilung gib es nicht. Erst vor diesem Hintergrund der Endlichkeit gelingt es beiden, sich die längst entstandenen Geefühle einzugestehen. Paul wird in eine Klinik eingewiesen. Als sein Zustand sich dramatisch verschlechtert, „entführt“ Nele ihn aus dem Krankenhaus, um ihm einen letzten großen Traum zu erfüllen ...

JUNIMOND wird uns von Paul mit humorvoller Distanz quasi aus dem Jenseits erzählt. Erst durch das Einlassen auf die Beziehung zu ihm, findet Nele den Glauben an die Liebe wieder. Von Paul erfahren wir schließlich, dass sich nach seinem Tod eine Beziehung zwischen Nele und Wolfgang Thormann entwickeln wird. Alles hat seinen Sinn.
Text & Foto: Stardust

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