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American Splendor

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American Splendor
Hope Davis, Paul Giamatti
USA 2003 - Regie: Shari Springer Berman, Robert Pulcini - Darsteller: Paul Giamatti, Hope Davis, Harvey Pekar, Joyce Brabner, Judah Friedlander, James Urbaniak, Maggie Moore, Earl Billings, Madylin Sweeten, Danielle Batone - FSK: ab 6 - Länge: 101 min. - Start: 28.10.2004
Beschreibung

Harvey Pekar, Aktensortierer in der Verwaltung des Krankenhauses von Cleveland/Ohio, sieht sich gerne als Opfer der widrigen Umstände, die das Leben manchmal so mit sich bringt. Der ordnungsscheue, bereits zweimal geschiedene Harvey verfügt aber auch über einen kaum zu bändigenden Sammeltrieb. Er hortet seit seiner Jugend Jazz-Platten, eigentlich jede Art von Platten, und vor allem Comics.

Als er eines Tages den ähnlich zurückgezogen lebenden Robert Crumb (“Fritz the Cat”) auf einem Flohmarkt kennen lernt, ist diese Begegnung die langersehnte Wende in seinem Leben. Er zeigt Crumb seine Strichmännchencomics. Crumb ist begeistert. Harvey liefert in der Folge die Geschichten, Crumb illustriert sie, und die «American Splendor»-Comic-Reihe ist geboren.

Harvey Pekar bleibt trotz seines Erfolgs ein typischer Anti-Held: Zwar erkennen ihn die Leute nun auf der Straße, aber sein durchschnittliches Leben wagt er nicht zu ändern. Erst als 1980 die höchst skurrile Comicbuchhändlerin Joyce in sein Leben tritt, gewinnt er an Selbstsicherheit und gestattet sich sogar einen gewissen Anflug von Optimismus. Harvey lebt in Talkshow-Auftritten seinen neu gewonnenen Kultstatus aus, und zusammen mit Joyce meistert er nun auch die schwierigeren Tage des Lebens. Als er an Krebs erkrankt, verarbeiten sie diese Erfahrung beispielsweise in einem gemeinsamen Buchprojekt. Mit ihrer Adoptivtochter Danielle etablieren die beiden zuletzt ein kaum für möglich gehaltenes, glückliches Familienleben.

Willkommen in der Welt von Harvey Pekar, dem kauzigen Erfinder eines der beliebtesten US-Comics aller Zeiten: „American Splendor“. Der Film über die True-Life Story des liebenswerten Außenseiters, von Presse und Publikum überschwänglich gefeiert, vereint alle Superlative des amerikanischen Independent Kinos. „American Splendor“ taucht ein in Harvey Pekars exzentrisches Universum und verfolgt mit beeindruckender Originalität dessen Lebensweg vom unscheinbaren Comic-Sammler zum Herausgeber des titelgebenden Kultmagazins. Manchmal urkomisch, dann wieder tief bewegend, erleben wir, wie ein sozialer Outcast durch seine Passion für Comics die Liebe findet, zu einer Familie kommt und selbst zum kreativen Künstler wird.

Nach Pekars Ideen zeichnete sein Freund Robert Crumb (“Fritz the Cat”) die ersten Ausgaben des Kultcomics. Seit über zwei Jahrzehnten zeugen sie von der amerikanischen Herrlichkeit des Banalen, vom beiläufigen Heldentum des Alltäglichen, das sich nirgends typischer widerspiegelt, als im Leben dieses Einzelkämpfers aus Cleveland, Ohio. In seiner formalen Vielschichtigkeit ist „American Splendor“ eine großartige Neu-Erfindung der Filmbiographie.
Text & Foto: Tiberius

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