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Après la vie - Nach dem Leben

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Après la vie - Nach dem Leben
Dominique Blanc, Gilbert Melki
Frankreich / Belgien 2002 - Originaltitel: Après la vie - Regie: Lucas Belvaux - Darsteller: Dominique Blanc, Gilbert Melki, Ornella Muti, Catherine Frot, François Morel, Lucas Belvaux, Bernard Mazzinghi, Patrick Descamps - Fassung: O.m.d.U. - Länge: 123 min. - Start: 29.7.2004
Beschreibung

Niemand weiß, dass Agnès (Dominique Blanc) nur mit Morphium leben kann. Bis auf ihren Mann Pascal (Gilbert Melki). Der Polizist besorgt ihr aus Liebe den Stoff beim örtlichen Paten Jacquillat (Patrick Deschamps) und schaut dafür manchmal weg. Eines Tages bittet ihn eine Schulkollegin von Agnès, ihren Mann Alain (Francois Morel) zu beschatten. Pascal kann nichts entdecken, doch Cécile (Ornella Muti) beginnt ihn zu faszinieren...

Dann beginnt die Jagd auf den Terroristen Le Roux (Lucas Belvaux), das Gleichgewicht bricht zusammen. Jacquillat fürchtet den früheren Kampfgefährten Le Roux und will, dass Pascal ihn tötet. Der weigert sich, also gibt es kein Morphium mehr, Agnès geht vor die Hunde, Pascal schweigt verbissen. Auf der verzweifelten Suche nach einem Schuss trifft Agnès durch Zufall Le Roux. Er rettet ihr das Leben. Wen soll sie opfern - sich oder ihn?

Mit APRÈS LA VIE erreicht die Trilogie ihren leidenschaftlichen Höhepunkt. Beklemmende Nahaufnahmen der Schulterkamera umkreisen zwei bisherige Nebenfiguren und enthüllen ihr düsteres Geheimnis: Agnès, die im ersten Teil auf einer Party farcehaft in Ohnmacht fiel, ist süchtig und ihr Mann Pascal, der zwielichte Polizist, beschafft den Stoff, damit sie nicht leiden muss. Die Charaktere erhalten ungeahnte Tiefe (sensationell: Dominique Blanc als Agnès), der langsame Abstieg in die Hölle entblößt die nackten Gefühle, den wilden Schmerz des entzugleidenden Körpers und den Glutkern der unbedingten Liebe... NACH DEM LEBEN ist kein "Melodram": dieser Teil der Trilogie ist eine aufrichtige Tragödie.

Ein cineastisches Experiment der Extraklasse liefert Lucas Belvaux mit seiner faszinierenden Trilogie UN COUPLE ÉPATANT, CAVALE und APRÈS LA VIE. Wie im richtigen Leben überkreuzen sich an wenigen Tagen während einer Terroristenjagd in Grenoble die Handlungsstränge; aus Nebendarstellern eines Teils werden die Hauptdarsteller des anderen. Jeder Charakter lebt im eigenen Universum, in das man Einblick gewinnt, sobald man den Film wechselt. Das Ergebnis: Drei Filme, drei grundverschiedene Genres, jedoch dieselben Menschen, manchmal sogar die gleichen Szenen. Allerdings mit wechselnden Blickwinkeln und Techniken. So steht jede Geschichte, obwohl mit den anderen verknüpft, letztlich für sich allein.
Text & Foto: Kool

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