[ TV ] [ DVD ] [ Kinos ] [ Links ] [ Suchen ] [ Impressum ] [ Datenschutz ]
[ Home ] [ Im Kino ] [ Preview ] [ Film A-Z ] [ Kommentare ] [ Forum ]

Winterkinder - Die schweigende Generation

[ Info ] [ Links ] [ Kommentare ]
Winterkinder - Die schweigende Generation
"Winterkinder"
Deutschland 2005 - Regie: Jens Schanze - Darsteller: Antonie Schanze, Horst Schanze, Kerstin Schanze, Bärbel Schanze, Annette Schanze, Andrea Schanze, Edith Lehmann - Prädikat: besonders wertvoll - FSK: ohne Altersbeschränkung - Länge: 99 min. - Start: 8.12.2005
Beschreibung

In Winterkinder – Die schweigende Generation dokumentiert Regisseur und Grimme-Preisträger Jens Schanze die Aufarbeitung der lange verdrängten NS-Vergangenheit innerhalb der eigenen Familie. Die Verstrickungen des Großvaters in den Nationalsozialismus wurden innerhalb der Familie jahrzehntelang verdrängt und verschwiegen.

Doch die Entscheidung der Mutter, die kritische Beschäftigung mit der Person ihres Vaters zuzulassen, bringt unverhofft Bewegung in scheinbar festgefahrene Familienstrukturen. Im nun beginnenden Prozess durchleben alle Beteiligten eine aufwühlende und höchst emotionale Reise, an deren Ende die Hoffnung auf Erlösung für die gesamte Familie steht.

Winterkinder – Die schweigende Generation erzählt ein Stück deutscher Gegenwart. Indem der Film die Suche des Regisseurs, seiner Eltern und seiner Geschwister nach dem wahren Bild des Großvaters verfolgt, dokumentiert er auch die entstehende Auseinandersetzung innerhalb der Familie und wirft nie gestellte Fragen auf, die zu einer Diskussion zwischen der Kinder- und der Enkelgeneration führen. Die Aufarbeitung erfolgt in einem sehr intimen, persönlichen und emotionalen Rahmen. Mit großer Intensität widmet der Film sich der Frage, was die Erfahrungen der NS-Zeit sowie das Schweigen darüber mit dem Lebensgefühl der Kinder- und Enkelgeneration zu tun haben.

Deutschland ist für viele Länder ein Vorbild. Der Kniefall Brandts in Warschau, die friedliche Überwindung der Teilung, die vielerorts entstandenen oder entstehenden Gedenkstätten und Mahnmale – es wird allgemein anerkannt, dass Deutschland sich angemessen mit seiner jüngsten Geschichte auseinandersetzt. Doch die Hälfte aller Deutschen glaubt, dass ihre eigenen Angehörigen dem Nationalsozialismus kritisch gegenüber standen. Das ergab eine Emnid-Umfrage aus dem Jahr 2002. Wie passt das mit der "Schuldfrage" zusammen? Wodurch entsteht diese Diskrepanz zwischen dem öffentlichen und dem privaten Erinnern?
Text & Foto: Tiberius

[ Home ] [ Im Kino ] [ Preview ] [ Film A-Z ] [ Kommentare ] [ Forum ]
[ TV ] [ DVD ] [ Kinos ] [ Links ] [ Suchen ] [ Impressum ] [ Datenschutz ]