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Behind the Couch - Casting in Hollywood

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Behind the Couch - Casting in Hollywood
April Kian
Deutschland 2005 - Regie: Veit Helmer - Darsteller: Jennifer Phang, Zora DeHorter, Matthew Barry, Mindy Marin, Donna Morong, Jane Jenkins, Janet Hirshinson, Valerie McCaffrey, Mary Vernieu, April Kian - Fassung: O.m.d.U. - Länge: 70 min. - Start: 2.11.2006
Beschreibung

Nur wer Film wirklich einmal erlebt hat, weiß, dass das Entstehen eines solchen reine Teamarbeit ist. Tausende von Menschen warten, bis sie im entscheidenden Moment gebraucht werden. Keineswegs gibt es den Regisseursgott, der sich alles, alles ausgedacht hat. Ein Film wird so präzise geplant wie der Bau eines Automobils - nur dass es jedesmal ein vollkommen neues Werk ist. Und natürlich ist jeder beteiligte Berufsstand der Wichtigste. Regie? Schauspieler? Casting Director?

Ist sie, er der Wichtigste? Was überhaupt macht ein Casting Director? Zunächst einmal bewirbt er sich um seine Rolle. Es ist diejenige, die Darsteller auszuwählen, die sich bei ihm dann bewerben. In diesem Film ist es die Britin Zora, die lange genug in Los Angeles lebt, um sich mit der nonchalanten Härte der Engelsstadt und Traumfabrik zu umgeben. Sie wird Casting Director eines irgendwie gearteten scheinbar unabhängig zu produzierenden Films. Und mit ihrem Amtsantritt erleben wir, wie die Maschinerie anläuft.

Wir sehen Spezialkuriere, die den ganzen Tag nur für die Filmindustrie Tonnen Papier hin- und herfahren, wir sehen Spezialfirmen, die Drehbücher konzentriert aufbereiten und sie via RSS an Agenten schicken, wir sehen Spezialfotografen, die sich dem „Headshot“ verschrieben haben, das ist das Porträt, mit dem man die begehrte Rolle zu bekommen versucht. Wir sehen Schauspieler-Gewerkschaftssekretärinnen, die beklagen, dass nur 20% der Mitglieder von ihrer Arbeit leben könnten. Dem entgegnet eine Disney-Dame, dass 80% der Mitglieder ja gar keine Schauspieler seien. Wir hören, dass der Plan, nach L. A. zu kommen und dort als Schauspieler Karriere machen zu wollen, der größte Schwachsinn überhaupt ist.

Und wir erleben April Kian, sie trifft aus Singapur in Los Angeles ein und will Schauspielerin werden! Mit ihrem schweren asiatischen Akzent und ihrem betörenden Aussehen sieht sie sich als zweite Lucy Liu mit Oscar-Chancen. Wird der Traum wahr? Am Ende dieses Films steht kein Scherben- sondern ein Papierhaufen, ja ein Papierberg. Ein Berg des Scheiterns, der Hoffnungslosigkeit, der Trauer. Und auf der anderen Seite sind diejenigen, die es geschafft haben, wenn auch nur für eine Sekunde in der Weltgeschichte. Und diejenigen, die niemals aufgeben.
Text & Foto: GMfilms

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