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Die Zeit die bleibt

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Die Zeit die bleibt
Melvil Poupaud, Jeanne Moreau
Frankreich 2005 - Originaltitel: Le temps qui reste - Regie: François Ozon - Darsteller: Melvil Poupaud, Jeanne Moreau, Valeria Bruni-Tedeschi, Daniel Duval, Marie Rivière, Christian Sengewald, Louise-Anne Hippeau, Henri de Lorme - FSK: ab 12 - Länge: 86 min. - Start: 20.4.2006
Beschreibung

Der Fotograf Romain (30) ist gut aussehend und erfolgreich. Gerade steht er im Begriff, die nächste Karrierestufe zu erklimmen, als sein Arzt ihm eröffnet, dass er schwer krank ist. Wegen eines Tumors in seinem Kopf bleiben ihm nur noch wenige Wochen zu leben.

Der Schock sitzt tief, doch schon bald trifft Romain eine mutige Entscheidung: Statt sein Heil in einer Therapie zu suchen, die wenig aussichtsreich ist, konzentriert er sich ganz auf die Zeit, die ihm noch bleibt. Er will seine letzten Tage in Würde verbringen und die verbleibende Kraft ganz den wenigen Menschen und Dingen zuwenden, die ihm wirklich wichtig sind.

So gewinnt er binnen kurzem nicht nur ein anderes Verhältnis zu seiner Arbeit, der Fotografie, sondern auch zu den Menschen, die er liebt. Insbesondere die Beziehung zu seiner wunderbaren Großmutter, der er sich rückhaltlos anvertraut, erhält für Romain auf einmal eine neue Dimension: Da sie beide auf ihre Art dem Tod nahe sind, fühlen der junge Mann und die alte Dame sich verbundener als je zuvor.

Anderen Nahestehenden verrät Romain nichts von seiner Erkrankung, teils um sich, teils um sie zu schonen. Dennoch geraten die Begegnungen mit seinen Eltern, seiner Schwester und seinem Lover Sasha zu einer intensiven und zärtlichen emotionalen Reise, die Romain Schritt für Schritt einer Aussöhnung mit sich selbst und seinem Schicksal nahe bringt.

DIE ZEIT DIE BLEIBT ist Ozons achter abendfüllender Spielfilm. Nach dem großen Erfolg seines schwarzhumorigen Kriminal-Musicals „8 Frauen“, dessen preisgekrönte Schauspielerinnen-Riege (Europäischer Filmpreis 2002, Silberner Bär 2002) u.a. mit Catherine Deneuve und Isabelle Huppert allein in Deutschland über 1,3 Mio. Zuschauer in die Kinos lockte, sowie „Swimming Pool“ und dem originell erzählten Ehedrama „Fünf mal Zwei“ richtet sich der Fokus diesmal auf einen einzelnen Mann, den Ozon selbst als „keinen Helden, sondern einfach nur als menschliches Wesen“ beschreibt. DIE ZEIT DIE BLEIBT ist Ozons emotionalster und intimster Film.
Text & Foto: Prokino

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