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Hab mich lieb!

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Hab mich lieb!
Jünger, Schwjck
Deutschland 2003 - Regie: Sylke Enders - Darsteller: Franziska Jünger, Torsten Schwjck, Lennie Burmeister, Paul Faßnacht, Rainer Zipke, Angelika Ritter, Hinnerk Schönemann, Ellis Heiden, Petra Wolf, Axel Strothmann, Sven Tjaben - Länge: 102 min. - Start: 12.1.2006
Beschreibung

Gleich und gleich gesellt sich gern, heißt es - aber auch: Gegensätze ziehen sich an. Nicht ohne Grund ist die offenherzige transsexuelle Christel die einzige Freundin der kratzbürstigen Kalli. Beide haben sich im Altenheim kennen gelernt, in dem Kalli, als Vorbereitung auf das Medizinstudium, jobbt, und Christel für die Alten Musik zum Tanztee auflegt.

In ihrer eingespielten Freundschaft hat jeder seinen Part: Kalli gibt und fühlt sich mit ihren anscheinend so festen Standpunkten und Vorstellungen im Leben Christel überlegen, deren Freimütigkeit und Arglosigkeit sie belächelt und häufig belehrt. Doch Christel nimmt dies nur scheinbar hin.

Die „Freundschaft“ droht auseinanderzubrechen, als in der Silvesternacht nicht nur ein neues Jahr, sondern auch der wortkarge Norman in das Leben der beiden tritt. Für Christel, die nur noch Augen für Norman hat, ist dieser Jahresbeginn ein voller Erfolg und eine neue Herausforderung. Sie verwirft die gut gemeinten Warnungen ihrer Freundin und fährt mit all ihrem Charme auf – und wird zurückgewiesen.

Doch wie ein Steh-auf-Männchen lässt sich Christel von den Rückschlägen in ihrem Leben nicht abschrecken. Beharrlich sucht sie weiter ihr Glück und lässt sich von Kalli nichts mehr einreden ... vor allem von einer Kalli, die ihr ihre anbahnende Beziehung zu Norman verheimlicht hat. Als Christel für eine neue Liebe alles stehen und liegen lässt und einen Weg ohne die Freundin einschlägt, sieht Kalli, dass sie mit ihrer schroffen, überheblichen Haltung nicht weiterkommt, dass sie dadurch die Menschen, die ihr was bedeuten, abschreckt und verliert.

Mit einem stark authentischen Hintergrund schildert „Hab mich lieb!“ eine Episode aus dem Leben einer der Jugend gerade entwachsenen Generation. Die Figuren bewahren Lebendigkeit und Sympathie nicht zuletzt durch die Kraft von Ironie und Sarkasmus, die neben dem Unterhaltsamkeitswert es vermögen, die Subtilität der Gefühle in ihrer Widersprüchlichkeit, Verleugnung und Verbergung zu offenbaren. „Hab mich lieb!“ führt nicht zu einer Moralität. Die Geschichte gibt einen episodischen Einblick in die Intimität eines Alltagsphänomens, mit dem wir im Leben generationsübergreifend konfrontiert werden und in dem wir uns wiedererkennen können.
Text & Foto: Basis

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