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Allein in vier Wänden

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Allein in vier Wänden
"Allein in vier Wänden"
Deutschland 2007 - Regie: Alexandra Westmeier - Darsteller: Dokumentation - Prädikat: wertvoll - FSK: ab 12 - Länge: 85 min. - Start: 26.11.2009
Beschreibung

Tscheljabinsk im Ural. In einem Heim für jugendliche Straftäter sitzen 120 Jungs zwischen 11 und 16 Jahren ein. Sie sind ausgerissen, haben geklaut, geschlagen, getötet.

Zum Zeitpunkt ihrer Straftaten waren die Knaben jünger als 14 Jahre. Die Jungen, die in dieser geschlossenen Anstalt im Ural einsitzen, erlebten bereits viele Schattenseiten des Lebens. Sie wuchsen am Rande der russischen Gesellschaft auf, in einem Milieu, das von Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, Alkoholismus, Gewalt und Verwahrlosung geprägt ist. Sie begingen Verbrechen, die von Diebstahl über Vergewaltigung bis hin zu mehrfachem Mord reichen. Trotz ihrer scheinbar lakonischen Schilderungen ihrer Taten und ihrem coolen Gehabe gibt es immer wieder Augenblicke, in denen das Kind in ihnen durchscheint.

In dieser geschlossenen Anstalt erhalten sie Essen und Kleidung, sie gehen zur Schule und machen Sport. Das Leben hinter Gittern scheint besser zu sein als die Freiheit draußen. Sie müssen nicht ums Überleben kämpfen, haben eine Heimstätte und Geborgenheit auf Zeit, zwei Jahre oder länger, gefunden. Zum ersten Mal in ihrem jungen Leben können sie einfach das sein, was sie sind - Kinder.

Mit ihrer unaufdringlichen Kameraführung beobachtet Regisseurin Alexandra Westmeier die Jungen, wie sie still und in klaren Stuhlreihen angeordnet im Klassenzimmer sitzen und lernen, wie man eine Gasmaske benutzt; man sieht sie beim Bettenmachen, beim Wischen des Flurs, beim Holzsägen. Dazwischen schalten sich Interviewpassagen, in denen die Jungen von ihrem Leben zu Hause erzählen und von den Vergehen, wegen derer sie hinter Gittern sitzen. Alexandra Westmeier stammt selber aus Tscheljabinsk, wo sich diese geschlossene Anstalt befindet. Sie hat das Vertrauen der Kinder und der Anstaltsleitung gewonnen, hat bereits 2006 vor Ort eine TV-Reportage gedreht ("Mama, mir geht es gut") und ist zurückgekehrt.
Text und Foto: Linger On; Verleih: Barnsteiner

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