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City of God

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ich hab den letztes jahr bei arte serverin 23.2.07 13:21

city of god 8.3.06 19:51


super Film KingMO 18.1.06 10:12

einer der besten fime die ich seit Dennies 31.8.05 19:15


1a B-Movie(sogarfür Schulprojekte) annesur 21.3.05 04:33

(4/10)
CITY OF GOD

GHETTOS, FAVELAS UND BANLIEUE

von DIETMAR KESTEN, GELSENKIRCHEN, 8. MAI 2004.

Verwahrlosung, Gewalt, Drogen, Bandenkrieg, Dealer und
Mörder, Schicksale, Raubüberfälle, Hass.
Das Kino zeigt das Ghetto, von dem einst Elvis
sang (“In the Ghetto”, LP: “A Legendary Performer”, 1978,
Vol. 3).
Alles, was sich dort aufstaut, ein Leben ohne Perspektive,
kappute Menschen, die gekennzeichnet sind.
„City of God“ (Regie: Fernandes MEIRELLES, 2002) zeigt
Lebensgefühle. Die Kamera folgt den Einbahnstraßenschicksalen,
bei denen es kein Vorwärts und kein Rückwärts mehr gibt.
Schnitt- ob geschachtelte Häuserfronten, coole Gewaltbilder,
Rachemorde, fiese Typen, Lebensgefühl und Ästhetik: sie
begleitet das lässige Auftreten des Ghettoclans.
Ist es ein Selbstbildnis, das jugendliche Gewalttäter vor die
Kamera holt, die Faszination, die Ghettos auf Filmemacher ausüben,
wenn sie sich Randgruppenproblematiken nähern?

Ist es die Realität dieses Milieus, an dem man sich berauschen
kann, wie einst in „Menace 2 Society“ (Regie: Albert HUGHES/
Allen HUGHES, 1993).
Was soll protokolliert werden: etwa, das es für diese Menschen
keinen Ausweg mehr gibt, das die Globalisierung jetzt auch die
Armenviertel dieser Welt erreicht hat, was wir doch schon längst
wussten, oder das der Mensch Produkt seiner Umwelt und
der Erziehung ist?
Das Kino kann mit jedem sozialen Desaster etwas anfangen.
Ob es Streetwalker begleitet, Gefahren in Dokumentationen
beschreibt: es ist allgegenwärtig. Das, was heute
euphorisch gefeiert wird, ist morgen schon wieder
archiviert.

Der brasilianische Film „City of God“ ist streitbar
Wie viele der Ghettofilme, oder wie die, die vorgeben,
über Slums und Elendsviertel berichten zu wollen.
Er handelt von beunruhigenden und nachdenklichen
Innenansichten eines dieser Viertel, in denen alle
Tage gleich sind, alle Monate, alle Jahre- ein Leben
lang.
Wenn man in den Favelas aufwächst, ist die
Kindheit schnell zu Ende. Darüber, über
Rücksichtslosigkeit, die in Dadinho (Douglas SILVA)
verkörpert ist, Schüchternheit, mit der Buscape (Alexandre RODRIGUES)
nicht so richtig umgehen kann, und der davon träumt, Fotograf
zu werden, über Gesetzlosigkeit, die sich in der Person
Mane Galinha (Seu JORGE) niederschlägt, berichtet der Film
in Rückblenden.
Es ist die Geschichte von Jugendlichen aus einem Viertel
am Rande von Rio de Janeiro.
Er erzählt übergreifend vom Drogenhandel, Dealern,
von Abhängigen, Vergewaltigungen, von der Sucht, davon
loszukommen, ein anderes Leben zu beginnen.
MEIRELLES beschreibt Gewalt und seine Formen:
schwerbewaffnete Kids, hochgerüstete Polizei,
Ort der Krisen, Barbarei, die Aggression.

Eine Reihe von filmischen Hinweisen, Bilder,
Filmschnipsel, dreckige Aufnahmen, aus dem Rahmen
fallende Filmgemälde, belegen die Verschlagenheit
dieser Straßenviertel, Wohnblocks, die
Straßenzüge am Ende der Zivilisation.
Es sind Zeichen der verdrängten Gewalt, der neu
entstehenden, das Leben mit der Gewalt, die hier im
Film vor runden 15 Jahren begann, und die auch hier
endet.

Fast fühlt man sich an die ‚Black- Panther’ Bewegung
zu Beginn der 60er Jahre erinnert, wenn man die
Pistoleeros sieht, sie reden hört.
Ihr Outfit könnte einem Andy WARHOL Vorschlag
entnommen sein, ihre Frisuren lassen an Che GUEVARA
denken, und insgesamt liegt auf diesem Underground
Black- Musik.
Man fühlt, dass man sich in die Lage dieser Menschen
versetzen könnte, und trotzdem ist man froh, nicht zu ihnen
zu gehören.
Ein Leben ist schnell beendet.
Für eine Handvoll Dollar, lohnt es sich nicht zu sterben.
Auch nicht für ein paar Gramm Heroin oder Crack.

Jugendgewalt, ein Dauerthema im Kino.
Man muss sie darstellen, deutlich und mit Verve.
Doch leider hat die Bilderpopkultur einen Film,
der überragend hätte sein können, zerstückelt.
Das, was ehrenvoll begann, endet ehrlos,
was zu Anfang noch nachdenklich stimmte,
wird Klischee.
Bilder wie diese, in schwarz-weiß oder in Farbe
zeigen, dass selbst die heikelsten Themen den
Abnutzungserscheinungen dieses Geschäfts
unterliegen.
Der Blick der Kamera auf abgerissene Kleidung,
Goldkettchen, oder verstörte Gesichter,
sind (zu) aufdringlich als dass sie warnend wirken
könnten.
Wir wiegen uns auf der sicheren Seite, weil doch die
Bilder nur das Ghetto zeigen, nicht darüber
hinausgehen.
Und weil sich die Gewalt nur nach innen richtet,
beruhigt das.
Ein vermeidbarer Fehler?

Das Aussteigen ist indes ein schmaler Grat.
Drogen, Gewalt und Kriminalität sind allgegenwärtig.
Das Aufkeimen der Gewalt, seine Verselbständigung,
die Charaktermasken, hinter denen Sachlichkeit
und überforderte Zivilisation steckt- sie ist ein Grund
mehr, sich aus der eigenen Trutzburg zu befreien, und
sich trotz allem sachlich mit der Thematik zu
beschäftigen.

Der Ghettofilm „City of God“ mag eine filmische
Belehrung mit farbenprächtiger Optik sein.
Er ist manchmal einen Tick zu postmodern.
Das Schlachtermesser zu Beginn des Films
(inmitten eines Federviehs), das sich rotierend
auf einem Schleifstein bewegt, den Beginn der Kämpfe
signalisiert, darf nicht für die Moderne stehen.
Nicht heute, nicht morgen und auch nicht für
alle anderen Zeiten.

Fazit: Aus der Distanz heraus erfährt man hier
viel über den Zerstörungs- und Selbstzerstörungsprozess
des modernen Kapitalismus.
Man sollte sich aber nicht von der eigenen Ohnmacht
dumm machen lassen.
Zu aufgesetzt wirkt der Film.
Über alle Grenzen hinweg ist die gesamte
Modernisierungsgeschichte auch über die Ausgrenzung,
Globalisierung, gesellschaftlicher Kehrtwendung,
soziale Degradation, Verelendung und Entsolidarisierung
aufgebaut worden.
Die Ansätze des Films, das zu beschreiben sind
ehrenvoll.
Was soll er sein? Ein politischer, ein gesellschaftskritischer
Film, einer der eingebunden ist in die Geschichte
von jugendlichen Banden, von Menschen, die die Kurve
kriegen?
Vieles kann er nicht einlösen. Was er nicht einlösen
kann, muss die Aufgeklärtheit den Menschen
überlassen bleiben: dazu beizutragen, das wir selbst nicht
zu Emigranten im eigenen Lande werden.
Dietmar Kesten 8.5.04 15:03

(7/10)
Sehr gute Dokumentation über das kriminelle Leben in den Slums.
The Flow Show 26.10.03 20:13

(10/10)
Einfach nur Fett!!! Scheiß auf Hollywood, Bi-Movies 4Ever!

Greetz
FlowZzzzzzzzzz 21.10.03 13:23

(9/10)
City of God

Wer sagt das Filme mit Laiendarstellern nicht gut sein sollen ? Der ist hier richtig, denn er wird anderer Dinge belehrt. Gleich vorweg, er dauert 128 Min. und ist einer der brutalsten Filme seit langem. Leider Gottes ist dieser Film noch dazu ein Film der auf einer wahren Begebenheit basiert. Und für Leute die sich für Brasilien etwas interessieren, und die Geschichte der unzähligen Slums und Satellitenstädte in der Umgebung von Rio kennen, und vielleicht auch dort waren, für Leute die am Weltgeschehen nicht nur am Rande interessiert sind, sondern auch darüber hinaus, was aus den eigenen 4 Wänden, und dem eigenen Land noch so passiert auf dieser Welt, für Filmkritiker, und für Leute die anspruchsvolle Filme mögen, und für Leute die mal was anderes sehen wollen als der übliche Hollywoodkitsch, ist dieser Film was ganz besonderes.

In Rio de Janeiro, oder besser im Süden existiert so was wie eine Satellitenstadt, zumindestens damals 1968, wo unsere Geschichte beginnt. Sie heißt Cidade de Deus – auf Deutsch – Stadt Gottes, und ist eine der größten Barackensiedlungen des Landes. Fast keiner der Touristen dürfte dort gewesen sein, an einem Ort der fernab jeder Postkartenidylle ist, einem Ort wo das Fegefeuer teilweise so hell ist, das man sich in der Hölle fühlt.

Die ganze Geschichte beginnt 1978, wo man eine Bande jugendlicher Krimineller ein Fest feiern sieht, einem Huhn nachlaufen sieht, und der Polizei mit Waffengewalt zu entkommen versucht. Wer sich an „ Amores Perros „ oder „ Scarface „ im folgenden erinnert, wird hier nicht fremd sein.
Das ganze funktioniert noch dazu wie eine Art „ Pulp Fiction „ als Milieustudie über den Hexenkessel der sich alltäglich da unten abspielt. Aber zurück zur Handlung.

Die Geschichte ist eigentlich die einer Freundschaft. Von 2 Jugendlichen, LÖCKCHEN, und BUSCAPE.
Am Anfang soll BUSCAPÈ das Huhn einfangen das LOCKE entwischt ist, und da beginnt im Offton die ständige Erzählung einer Lebensgeschichte.

Vor vielen Jahren, so um 1968 wurde von der Regierung aus, einige Leute umgesiedelt, in verwahrloste Barackensiedlungen. Es war eine der mehrfachen von der Regierung durchgeführten Umsiedlungsaktionen, um die mittelständische Bevölkerung und die Schwerarbeiter in bessere Verhältnisse zueinander zu bringen. In Wirklichkeit war das Elend vorprogrammiert. Und die Regierung dürfte das verschwiegen haben.

Häuser die Reih an Reih stehen, kein Krankenhaus, kein Kino, kein Restaurant, nur alte Cafes, alte Landstraßen, kleine Seitengassen, alles nach dem Reißbrett entworfen. Unfreundlich, kalt, düster, staubig, und voll von armen Menschen leben hier die Kinder, ohne Schulbildung, sondern lieber in Straßengangs.

BUSCAPÈ ist einer davon. BENÉS der Freund von LÖCKCHEN. CABELEIRA, ein Tunichtgut, der für die meisten ein Ausländer ist. AICATE einer der wenigen größeren Jungs in dem Film. Und MARRECO der Bruder von BUSCAPÈ. Diese 5 bilden eine Jugendgang. Die Wild Angels. All diese Jungs waren unten mehr gefürchtet als alles andere, da sie jeden und alles überfielen, und ausraubten. Sie alle träumten vom großen Reichtum, den jeder schnell haben wollte. Der Vater von BUSCAPÈ und MARRECO ist Fischhändler, seine Frau Hausfrau. CABELEIRA ist ständig hinter Mädchen her, AICATE träumt von Ruhm, und BENÈ ist eine Art Wohltäter und Mitläufer. Sie alle hat nie wer gefangen. Die Polizei die ständig Razzien durchführt kann keinen von Ihnen erwischen. Die Armut schweißt die ganze Bevölkerung zusammen, und sie halten eine Einheit, jeder hält dicht, sogar bei Mord.

CABELEIRA, der große Bruder von BENÈS plant wieder mal ein großes Ding, doch LÖCKCHEN kommt Ihnen zuvor und erzählt ihnen von einem Überfall auf ein Bordell, was sie auch durchführen. Der 7 Jährige will unbedingt dabei sein, doch wird er draußen gelassen. Als Wache wenn die Polizei kommt, soll er einen Warnschuss abgeben. In der Zwischenzeit rauben die anderen das Bordell aus. Ein Warnschuss fällt, alle flüchten, die Belegschaft liegt teils gefesselt am Boden. Sie flüchten kurz danach. Kurz darauf ist die Polizei Ihnen auf den Fersen. Sie erwischen sie nicht. Was sie nicht wissen ist, das 3 Monate nach dem Überfall das ganze so aktuell war als wäre es gestern, denn es ist noch etwas passiert. Alle Leute im Bordell sind tot.

Von da an passiert es schlagartig, Flucht, Gefahr, und Liebe.
Ein Zeitsprung von 10 Jahren, BUSCAPÈ ist 17, träumt von der Liebe zu ANGELIKA und seiner kleinen Kamera die er sich organisiert hat. Doch diese ist mit wem andere zusammen. Er versucht es immer wieder und kann bei ihr nicht landen. Er ist noch Jungfrau, jeder weiß das.
Aus LÖCKCHEN und BENÈS ist inzwischen ein Paar geworden ein Freundschaftspaar das jeden Menschen der Ihnen im Weg ist liquidiert. Mit Waffengewalt kommen die beiden am weitesten. Seit Jugendbeinen an sind sie Gewalt schon gewohnt, hatten keine Eltern, und kümmerten sich nicht um das Gesetz. Sie töten, morden wie es Ihnen gefällt, und bald haben sie mehr getötet als jeder andere in der Umgebung von Rio und vor Ihrem 18. Lebensjahr sind sie die meistgesuchtesten Verbrecher von Rio.

Ein anderer Sprung in eine andere Erzählung. Wir erfahren was von SANDRO, den sie KAROTTE nennen, weil er rotes Haar hat, er ist ein Dealer. Er ist früher als er klein war Bote gewesen, hat sich zum Läufer gemausert, und über die Ausbildung als Soldaten mit mehr Verantwortung wurde er Dealer, und Marihuana, Kokain das damals sehr neu und gleich berühmt war, wurde er reich, und als gewissenloser Gangster will er selber nur eines, die Macht genießen von der andere nur träumen, und Geld besitzen. Doch im Gegensatz zu seinem Gegenspieler LOCKE wird er inzwischen genannt, nach einem Voodooritual bei einem Schamanen, ist er kein gewissenloser Allestöter.

Nächster Filmsprung, wir erfahren wie sich die Lebensgeschichte von LÖCKCHEN entwickelte. Er war damals gerade Schmiere gestanden bei dem Bordell, dem Überfall seiner Freunde, wo AICATE nach der Flucht sein Leben zu ändern versuchte und Priester wurde und wir erfahren was es mit dem Morden auf sich hat. Er hat damals im Alter von 7 schon die Lust am Töten entdeckt, und hat alle gekillt, mit einem Lächeln auf den Lippen. Von da an hat er seiner Lust am Töten einfach nachgegeben, zu jeder Zeit und hat sich so Ruhm und Macht erschossen, und ist zum Boss von der Stadt Gottes geworden, die in den späten 70 ern wo die Geschichte sich abspielt. Dort wo Baracken waren, sind jetzt Betonbunker.
BUSCAPÈ hatte einen Bruder, MARRECO, der war auf der Flucht, aber leider nicht lange, LÖCKCHEN hat ihn zuvor gefunden. Und als sie 18 sind, und die meisten Ereignisse vergessen sind, kommen sie in die Favelas wieder zurück, mit Gewalt.

Mit den neuen Einwohnern, ziehen auch neue Drogenkuriere und Boten in die Stadt, und so trifft BENÈ auf seinen späteren Freund TIAGO, der ihn in Sachen Klamotten als Berater dient. Während BENÈ das Drogengeld für sein Leben in Saus und Braus braucht, zieht sein Freund LOCKE es vor das Geld für weitere Gewaltakte und weitere Einschüchterungsversuche zu nutzen, und so nimmt eine Geschichte seinen Lauf wo bald BUSCAPÈ ein sehr wichtiger Mann wird.

Doch das sieht man im Kino zur Genüge und viel besser als es hier zu erzählen ist. Die Geschichte wird aus dem Blickwinkel von BUSCAPÈ gefilmt, der die ganze Zeit redet, von 1967 – 1978, sieht man einen wichtigen Ausschnitt aus seinen Leben. Sehr angenehm ist die Stimme zu hören, weil sie der teils sehr rohen Gewalt eine besondere Nuance gibt, nämlich die das man sich auf den Film konzentriert, denn man ist geneigt sich eher abzuneigen und dem Film ein Schlaftablettelchen zu geben, denn diese ganze sinnlose Gewalt, die man zwar nicht so in dieser Intensität gesehen hat, aber durch genügende Kriegsberichte und Nachrichten ist nun wirklich nichts neues. Doch es entwickelt sich eine Geschichte nach einiger Zeit die man sich mehr als gerne ansieht, nämlich wie haben die Jugendbanden einen Anfang gehabt ? Rio ist ja bekannt dafür das Kinder schon im frühesten Kindesalter an lieber mit der Pistole als dem Schnuller zum Einkaufen gehen, und so ist das Problem heute noch ein schlimmeres, die Einwohnerzahl stieg in den letzten Jahren immens an, doch was ich bei dem ganzen zu sagen versuche ist die Tatsache, das diese Gewalt eine Art Anfang nahm, und das es sehr interessant ist zu sehen, wie ein Nicht Hollywoodüblicher Film seinen Werdegang um die Welt nimmt, als von den Kritiken überall gefeiertes Machwerk, das die Verfilmung eines brasilianischen Romans von PAOLO LINS ist. Die Kamera war die ganze Zeit oder fast immer auf BUSCAPÈ und LOCKE gerichtet, und dann kurze Zeit auch auf KAROTTE, aber sonst immer auf die 2 Hauptakteure. So hat man nie die Beziehung zu den Anti Helden verloren. Denn so was sind sie. Das ganze ist irgendwie auch ein Film über die Probleme der Jugendlichen in anderen Ländern die wir in unserer Medienverseuchten Welt absolut nicht mal vom kleinsten Prozent an kennen. Wir haben es überall gut, keiner braucht um sein Überleben zu kämpfen, und sehr wenige Leute hier in unseren Breitengraden denken über andere Leute nach denen es umso viel schlechter geht. Die Darsteller sind wie gesagt alles Laiendarsteller, sehr wenig bekannt, auch in Brasilien, da es im großen und ganzen Kinder und Jugendliche sind. Die wenigen Erwachsenen die mitspielen reflektieren das Recht des Erwachsenen auf den Zuseher, der von der Polizei oder sonst einer anderen Ordnung ist und eher korrupt ist, wie die ganze Polizei in dem Lande wahrscheinlich.

Was mich gestört hat ist das die ganze Zeit die Farbe des Filmes, der im normalen Widescreen Format wohl vorliegt in braun gehalten ist, um wahrscheinlich damit seine Realität widerzugeben die er versucht hat den Zusehern nicht vorzuenthalten, und zwar in grausigem Sinne, da hier die ganzen Szenen an Intensität im negativem Sinne gewinnen, und die ganze Blutorgie realistischer erscheinen lässt und uns der ganze Anblick von Blutlachen überall erspart bleibt. Die Inszenierung ist etwas langatmig und nach einiger Zeit gingen mir die ganzen Schießerein, der Ehrenkodex der Gangster und die ganze Herumdealerei am Nerv, da ich doch lieber an einem schönen Wochenende mir einen Film ansehen möchte, wo man doch wenigstens was schönes mit nach Hause nimmt, wie sonst die Billiardeurin an der Abendkasse, die sah so schnuckelig aus als meine Freundin nicht hersah. Die war die ganze Zeit still wie immer, und mir sehr dankbar das ich es auch war.

Ein Film über Verrat, Tot, Lust und Urteil, über Liebe, die Probleme mit Gewalt und den Umgang mit Drogen, und das alles aus einem Land von dem man eigentlich gar keine Filme kennt, außer diese ganzen unsinnigen Telenovelas. TV Serien die sich immer nur um Liebe und Eifersucht drehen.
Die Dialoge waren gut, nicht übertrieben wie in anderen Killerkommandofilmen, sondern eher astrein normal gehalten, abseits von unnötigem Pathos und dem ganzen Herumgequatsche von Ey Mann wo ist meine Knarre. Geschimpft wurde irre viel, das hat mich teilweise auch gestört, aber abgesehen von einigen Mängeln die das beschissene realistische Leben in der Armut so rüberbringt hat mich der Film doch etwas beeindruckt, da er ein altes Thema in einem viel interessanterem Licht dastehen lässt und nicht die ganze Verunstaltung durch dämliche Dialoge aufnimmt.

Ein Film für jeden einfach, nicht für Kinder geeignet, und auch nicht für Frisch verliebte, die könnten sonst bei der nächsten Einkaufstour am Markt auf die Idee kommen eine Marihuana Plantage anzubauen am Fensterbrett. Der Film zeigt auch deutlich was durch den Umgang mit Drogen passieren kann, was rauskommt wenn man desolate Familienverhältnisse hat, und was ein Leben ohne GOTT bedeutet.

85 von 100
Tuvok 8.6.03 00:15

(10/10)
Dieser Film hat mir so gut gefallen, dass ich ihn mir gestern zum 2. Mal angeschaut habe.
Filmklappe 16.5.03 09:28

City of God msilver 24.5.03 20:17

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