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Kill Bill - Volume 1

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Ich verneige mich... Haribo 3.10.06 00:34

Genialer Meilenstein !!! Johann 7.1.06 19:32

WOW - was für ein dreck! C. 27.8.05 16:10


Gut, aber nicht perfekt Alter Mann 23.5.05 09:52

So ein ROTZ ich 17.5.04 21:14

(10/10)
Ein Film, bei dem wohl nur sehr wenige oder sehr viele Sternchen in Betracht kommen. Ich persönlich bin eigentlich kein Fan von Gewalt, aber dieser Film hat trotzdem ungemein Stil. Aus verschiedenen Gründen. Zum einen versteht es Tarantino einfach wie kein anderer, Musik bzw Ton und Bild miteinander zu verknüpfen. So finde ich zum Beispiel die Szene am Anfang von Kapitel 1 (2) brilliant, der Zoom auf die Augen von Thurman und dazu diese durchdringende Sirene. Oder dieses traurige, ruhige, japanisch anmutende Gedudel in der Anime Rückblende, das heitere Woo-Hoo der japanischen Girlieband, unmittelbar vor dem großen Kampf (toller Kontrast). Der og Comic war auch eine brilliante Idee, wenn er auch schon teilweise etwas ins eklige abgedriftet ist und vielen (mir persönlich nicht, ich fand es gut, die ganze Rückblende konsequent in dem Stil zu halten) etwas zu lang war. Den Kampf mit den letzten 88s vor dieser Papierwand zu halten, wodurch alles in diesem hellblauen Schein zu sehen war, das plötzliche Umschalten von SW auf Farbe (fand ich alles andere als störend), all das waren meiner Meinung nach einfach geniale Einfälle und reichen meiner Meinung nach durchaus aus, den Film als Kunst zu sehen.
Chriss 16.2.04 15:39


also ich bewerte den Film nicht aber der film is wirklich nicht schlecht der geht gut ab
also an gewalt fehlt nix
cu
euer Test14
Test14 13.12.03 22:51


Ich finde es ünnötig einen Filmausschnitt zu bewerten !
Man sollte sein Urteil erst fällen wenn der Film komplett und unzensiert zu haben ist ....
Kill Bill ist auch keinefalls mit Pulp Fiction zu vergleichen,

So wäre es auch an den Haaren herbeigezogen wenn mal die Filme von Kubrick miteinander vergleicht,
wie etwa :
"Full Metal Jacket" im Gegensatz zu "Dr. Seltsam oder Wie ich lernte, die Bombe zu lieben"
und trotzdem sind beide in ihrer Weise Spitzenklasse
Maddxxxin 8.12.03 17:39

(3/10)
Kill Bill – Volume 1

Die BRAUT ( Uma Thurman )– sie gehört einer Spezial Einheit an. Sie war unter der Führung von BILL
( David Carradine ). Eine Organisation die sich Deadly Viper Assassination Squad nennt.
Sie war die berühmte BLACK MAMBA. Ihre Kollegin war O-REN ISHI ( Lucy Liu ), Spezialname COTTONMOUTH, dann VENITA GREEN, genannt COPPERHEAD und ELLIE DRIVER ( Daryl Hannah ) genannt BLACK MOUNTAIN SNAKE. Sie waren verantwortlich um die größten der Größten der Welt, der Unterwelt hinzurichten. Ihre Spezialitäten waren von allen lautlos und schnell zu töten. Sie waren ausgebildet in fast allen Waffen, und sie waren allesamt perfekte gefühllose Killermaschinen.

Doch das Syndikat droht zu zerplatzen. BLACK MAMBA will heiraten, sie ist in einer Kirche, 8 Freunde sind dabei, und sie ist schwanger. Just in dem Moment wo sie gerade heiraten will werden alle Ihre Freunde und Kollegen Ihres normalen bürgerlichen Lebens hingerichtet, Ihr nicht geborenes Baby getötet, und sie per Kopfschuss hingerichtet. Der Mörder denkt sie ist tot, hat er sie nicht nur zusammengeschlagen, sondern eigentlich hingerichtet, nur überlebt die Dame und landet im Koma, für 4 Jahre, wo sie leider alles mitbekommt was um sie herum passiert nur kann sie sich nicht wehren. BILL hat sie getötet, so denkt er.

Er erfährt erst viel später über seine dunklen Kanäle das sie überlebt hat und beauftragt ELLIE sie zu töten, doch zieht er im letzten Moment den Auftrag zurück. Sie weiß auch das der Krankenpfleger BUCK sie vergewaltigt hat, und sich damit Geld verdient die Fotze zu vermieten.

Doch eines hat er nicht bedacht, das gerade als sie wieder durchgefickt werden soll, so ein Scheißkerl kommt und sich über sie hermachen will, und sie kurz zuvor aufgewacht ist, und als der Typ gerade anfangen will sie zu befummeln, erlebt er ein blaues Wunder, und eine durchschnittene Kehle.
Als BUCK kommt, überfällt sie ihn mit letzter Kraft, und zertrümmert seinen Kopf mit der Tür.

Sie schafft es sich mit Hilfe eines Rollstuhles aus dem Krankenhaus in das Auto von BUCK, Pussy Wagon, zu flüchten, und mit Hilfe Ihrer mentalen Fähigkeit Ihre Lähmungserscheinungen zu beseitigen und macht sich auf den Weg, Ausrüstung zu besorgen.

Ihr erster Weg führt nach Okinawa wo HATTORI HANZO ( Sonny Chiba ) als Japanischen Koch antrifft und ihn dazu bringt, seinen Eid vor GOTT abzuschwören und nach 28 Jahren als bester Samuraischwertschmied wieder tätig zu werden, da er Ihr einen Gefallen schuldet, wie sie sagt, denn sein Schüler war BILL und sie will ihn töten, zuvor doch will sie alle seine Untergebenen hinrichten. HATTORI fertigt eine Wunderwaffe an, die beste seines Lebens, und sie macht sich nach 1 Monat vollem Training auf den Weg nach Tokio wo sie die Unterweltsbossin ISHI aufsuchen will.

In einem Lokal kommt es zu dem Showdown wo sie unter anderem gegen GO GO YUBARI einer 17 jährigen wahnsinnigen durchgeknallten drogenabhängigen wahnsinnigen Schülerin ankämpfen muss, und gegen das ganze Tanaka Yakuza Syndikat.

Als Nr. 2 hat sie VERNITA auserkoren, die Nr. 3 ist – das erfährt Ihr im 2. Teil.
Die Anwältin, Leibwächterin und beste Freundin von ISHI, SOFIE kommt auch nicht ungeschoren davon, war sie doch beteiligt an dem Attentat in der Kapelle.

So jetzt zur Kritik. Der Film fängt eigentlich ziemlich blutig an, man sieht gleich zu Beginn wie das ganze Massaker aussieht, mich hat nur gewundert das man nicht gleich die Einzelnen Einschusslöcher gesehen hat der Leute die in der Kapelle umkamen. Dann war noch jede Menge Schimpfworte zu hören, ein psychopathischer Sheriff mit seinem Verrückten Sohn der das ganze untersucht hat, und sich dabei lustig gemacht hat, das diese Schlampe so geil aussieht, dann das mit dem Krankenpfleger, der seine Komapatientin an Fickgeile Proletenarschlöcher vermietet, dann war da jede Menge Blut zu sehen.

Die ganzen Kampfszenen bestanden nicht aus ästhetischen wunderschön gefilmten Kampfsequenzen, die herrlich unlogisch sind wie in Hero, sondern aus absolut blutigen Schlachtgemetzelszenen die so was von übertrieben war, das da nichts mehr lustig war.

Als z.B. Lucy Liu dem Tanaka Boss einfach den Kopf abschlägt und der Schädel dann herumwirbelt, ca. 300 Liter Blut aus dem Hals schießt, und sie dann herumschreit wegen Ihrer Vergangenheit, dachte ich mir, der Regisseur Quentin Tarantino hat 10 Kg Lsd zu sich genommen als er den Film gedreht hat.

Die Geschichte von ISHI z.B die als Kind Mitansehen musste wie ein Pädophilier Irrer in Ihr Haus stürmte und Ihre Eltern zerstückelte, sah man als übertriebene schlecht gezeichnete Mangaanimation.

Das einzige Motiv von Black Mamba ist die Rache, der Film ist nur getrieben von Rache, und Selbstjustiz, was ja noch halbwegs geht, aber dazwischen die Untertöne als Seitenhiebe für andere Filme von
Mein Letzter Kampf bis hin zu Pulp Fiction, gemixt mit Austin Powers, und übertriebenen Farbkompositionen, war mir doch ein bisschen zu viel.

Sie ist eine gute Hauptdarstellerin, und Lucy Liu auch, Ihr Motiv ist Rache, das von Ishi ist Geld und Machtgier, das von Bill wird sich im 2. Teil zeigen. Man sieht nur seinen Arm und seinen Unterkörper, sonst nichts, aber von den Credits die anfangs viel zu lange mit viel zu lauter Musik durchliefen, war klar das der Bösewicht wieder David Carradine ist.

Der ganze Film ist eigentlich sehr gewöhnungsbedürftig, meine Freundin wollte aufstehen und gehen, ich eigentlich auch, weil mir das ganze doch zu saublöd war, ich habe sie aber dann zurückgehalten, weil das ziemlich volle Kino keinen durchlies in Ihren Reihen. Hin und wieder ein blödes Gelächter von hinten, hat zeitweise meine Freundin die Augen zugemacht, und in der Zwischenzeit fleißig die 204 Kamasutraregeln in Burmesisch rezitiert, während ich alle 5 Minuten auf die Uhr gesehen habe.

Sicher hat der Film seine guten Sequenzen, z.B das Japanische Samuraikodexgerede mit dem Koch, und Ihre Zeit da unten die mich an Karate Kid erinnert, aber sonst auch nichts, dann die gute Panflötenmusik der Rest war eigentlich ein Film der ohne Uma Thurman auf den Müll gehört. Die Szenen bei den Martial Arts Effekten sind natürlich alle gut gemacht, bis auf einige Sprünge, aber da hat man versucht nicht so unglaubwürdig die Leute 200 Meter durch die Luft segeln zu lassen, und ne Tonne an Gewicht heben, sondern man hat versucht nur ein bisschen Paragleiterstimmung beizulegen.

Der Film ist ja sehr einfach gestrickt, die Kamera hat oft auf die Blutigen Stümpfe abgetrennter Gliedmaßen hingehalten, und hat versucht dem Zuseher zu zeigen was alles so passiert wenn eine Kämpferin mit dem besten Schwert der Welt auf verschiedene Körperteile hindrischt, und die Effekte waren immer die gleichen, irgendwas fliegt durch die Luft, was mit Gewand behängt ist und Blut spritzt raus, dazu viel Geschrei, Geblubber von Blut, Knirsch und Reißeffekte, und das übliche was man so hört wenn man sich einen Slasherfilm ansieht. Die Besetzung ist natürlich super, das ist auch das einzige positive was mir an den Schauspielern so auffällt, ansonsten ist der ganzen Film einfach, blutig und bösartig, viel zu übertrieben, und hat eigentlich nichts im Kino verloren, sondern eher was für Tarantinofreaks die sich einbilden den Film gesehen zu haben, oder Leute die gewaltverherrlichende übertriebene Filme sehen wollen.

Es wird meiner Meinung nach viel zu viel geschimpft, die Dialoge sind einfach, und oft gibt es einen Kamera und Szenewechsel von SW auf Farbig von Blau auf Anime und was weiß ich.

Eigentlich ein Film der mir absolut nicht gefiel, meine Freundin hat mir lange eine Rede gehalten wie gemein ich war das ich sie dazu überredet habe, und ich kann den Film eigentlich nicht empfehlen, aber soll sich jeder ein Bild machen von dem Film.

30 von 100
Tuvok 6.12.03 23:27

(10/10)
Warum nicht mal so?

Nun gut der film ist auf den ersten Blick schon etwas brutal geraten, aber warum nicht? Es wird ja schließlich keiner gezwungen ihn anzuschauen. Doch für Anhänger des Genres ist dieser Streifen das non-plus-ultra, schließlich will man doch mit solchen Filmen nicht tiefgündige Philosophische Fragen erörtern, wofür dieses Genre eher ungeeignet ist, sondern nur unterhalten! (Und mit son einer Erwartungshaltung sollte man an diesen Film auch rangehen).

Nun aber zum film selber:
Man ist sofort in der Handlung, was heißt, das man nicht die ersten 30 Minuten gelangweilt dasitzt, sondern der Hunger auf Action gleich gestillt wird. Allgemein kann muss man die Kampszenen lobend erwähnen, da stimmt wirklich alles und sie sind trotz weniger Spezial Effects genau so unterhaltsam wie die in Matrix. Unterstützt wird die Bilderflut von winem genialen Soundtrack.
Alles in Allem ist der Film äußerst gelungen. Klar ich würde ihn nicht unbedingt mit meinen Großeltern anschauen aber trotzdem...
Alles in allen kann ich diesem Film ohne Bedenken die volle Punktzahl geben.
Herb 11.11.03 14:16

Kill Bill - Volume 1 Stevi 20.11.03 18:02
Kill Bill - Volume 1 Peterparcker87 1.12.03 14:40

(7/10)
tarantino hat ohne mit der wimper zu zucken filme der 70 jahre in einem film verwurstet,seine art der musik dazugegeben und den dialogen seinen stempel aufgedrückt...wunderbar,genau das was ich von kill bill erhofft habe. auch die idee manga oder besser anime in dem film zu benutzen fand ich klasse...nur!!!!! den kampf gegen die bescheuerten 88 in s/w zu zeigen hat nichts mit kunst zu tun sondern mit feigheit vor dem feind...nähmlich die zensur....sorry mister tarantino aber das haben sie nicht nötig..warum nicht alles schwarz weiss und das blut rot?,das hätte zum film gepasst...fazit..ein guter film aber nicht die klasse von r.dogs oder pulp fiction
werner 2.11.03 21:52

(10/10)
in deutschland läuft aber leider die cut-fassung. der film läuft nur in japan uncut. insgesamt feheln 1min und das massaker inner mitte is in SW. ich hab die cut fassung gesehen, und ich wahr zum ersten mal zufrieden das der "gekürzt" wurde. denn das massaker in farbe währe selbst für mich ein bisserl zu hart. ich werde mir den film aber auf alle fälle auch in der OV noch anschauen.

auch wenn dieser film gekürzt ist, einen abend im kino ist er alle mal wert.
HoundDog 25.10.03 15:30

Kill Bill - Volume 1 werner 25.10.03 23:55

(1/10)
KILL BILL: VOLUME 1

PROVOKATION ODER UNSINN?

von DIETMAR KESTEN, GELSENKIRCHEN, 19. OKTOBER 2003.

Quentin TARANTINO legt mit „Kill Bill: VOLUME 1“ seinen
vierten Film vor.
Nach „Reservoir Dogs“ (1992 ),“Pulp Fiktion“ (1996) und
„Jackie Brown“ (1998) hat er nun einen Actionsthriller gemacht, der
vorab viele Vorschusslorbeeren erhalten hat, und selbst als
„kompromisslosestes, meisterliches und bestes Werk“ (so Dirk JASPER
in seinem Online-Filmlexikon) gefeiert wird.
Ist er das?

Zum Inhalt: Uma THURMAN, die man nur die ‚Braut’ („The Bride“) nennt,
liegt seit einigen Jahren im Koma. Als sie wieder erwacht, kennt sie nur ein
Ziel: Rache!! Sie spürt den Attentätern ihrer Hochzeitsgesellschaft nach.
Und sie will Vergeltung üben. An denen, die fast ihren Tod verantwortet
hätten, an ihren einstigen Freundinnen und Weggefährtinnen, die sie mit
einer Kugel im Kopf um ihren Verstand brachten und sie einfach wie ein
weggeworfenes Ding liegen ließen. Rache an ihrem Ausbilder und
Chef Bill, der sie liebte und den Auftrag für ihre Beseitigung gab.
Mit Wut im Bauch und kopflos stürmt sie als Schwertkämpferin voran und
bereitet einen Rachefeldzug vor, der keine Gnade kennt.

Gut drei Stunden lang wird TARANTINO das Ziel verfolgen,
Uma THURMAN mit dem Schwert in der Hand bei ihren seriellen
Metzeleien zu begleiten. In Part One beginnt das Massaker, und es wird
sich im nächsten Jahr blutig fortsetzen.
Ist der neue Film tatsächlich eine Hommage an die Kung-Fu Filme, eine
Danksagung an das Martial Arts Kino, an die Samurai Filme und
Spaghetti-Western?
Gespickt mit Zitaten und Anspielungen, die aus diesem Genre entnommen
sind, der alten japanischen Philosophie über Tod, Rache und Gewalt
entlehnt werden, holt TARANTINO zu einem Projekt aus,
dass er selber als „Wut einer Mutter“ und „Greatest-Hits-Sammlung“
(Interview mit „Die Zeit“ vom 9. Oktober 2003) der
„Actions-Unterhaltung“ (ebd.) bezeichnet hat.
Mit viel Gewalt, die Uma THURMAN als Killerin zeigt, will TARANTINO
nun das einlösen, was die asiatische Kultur- und Kinogeschichte zur
Kunstform machte. Und mit den unreflektierten Begriffen von ‚Ehre’
und ‚Rache’ macht er sich daran, blutige Vergeltung in Szene zu setzen,
bei der sich einem der Magen umdreht.

Man fragt sich, was TARANTINO bezweckt!
Waren seine Vorgängerfilme tatsächlich Kult, in denen er sein ganzes
Können aufbot, um realistische Szenen und Charaktere rüberzubringen,
so kann der bluttriefende Siegeszug mit abgetrennten Köpfen,
Gliedmaßen, quellenden Eingeweiden und Blut, das aus den Körpern
wie eine Wasserfontäne spritzt, wahrlich nicht in den Kultstatus
emporgehoben werden.
Sein Actions-Kino ist die plumpe Wiederholung all der Streifen,
die mit fulminanten Waffenarsenalen angetreten sind, die in den
Händen der Superhelden gelegt, die Welt retten sollen, oder um
ihrer Ideologie zu folgen, aus einer inhumanen Welt eine humanere
zu machen. Dazu dient ihr der Mechanismus der Gewalt, die
die Brutalität sanktioniert und als gesellschaftlich reales Ereignis
ständig wiederbelebt wird.
TARANTINO hackt sich nur eine Schneise durch den Film,
der mit einem Mord beginnt und auf einem Schlachtfeld endet,
das unsere Killerin als Siegerin verlässt.
In den wenigen ruhigen Szenen sehnt man sich bereits nach
einer halben Stunde danach, es möge so bleiben. Doch
der einstige Kultregisseur kennt keine Gnade; denn sein Blutrausch geht
nun erst richtig los. Mit Panik, Todesangst und von einem
psychischen Trauma beseelt, entwaffnet die Heldin nicht nur ihre
Widersacher, sondern auch die Kinobesucher, die sie mit einem
Samurai-Schwert verfolgt und zum Glück nicht massakriert.

Hatte noch RODRIGUEZ in „Irgendwann in Mexiko“ (2003) gezeigt,
dass seine pointierte Handlungskulisse im dialektischen Umschlag von
objektiver dramatischer Ironie gipfelt, und das sein gewaltiger
Bilderbogen Grausamkeiten allenfalls als modische Glättung
inszenatorisch zur Geltung, ja ins Spiel bringt, so ist TARANTINO
davon weit entfernt.
Die Verquickung von Aggressionen und Brutalität ist im Film
sicherlich die letzte Widerspiegelung der strukturellen Gewalt
in Staat und Gesellschaft.
In diesem Spiegel betrachtet, kann man in ihm sämtlichen Unsinn
abliefern, der einem vors Objektiv kommt.
Allerdings sollte der Spaß dort aufhören, wo man das gesamte
Gewaltpotential als Obsession versteht.
„Kill Bill“ und die handelnde Requisitenkammer mit der Verdoppelung
der ‚Smith-Agenten’ aus „The Matrix Reoladed“ (2003) ist nichts
anderes als die Auslotung von sadistisch-masochistischen
Alltagsritualen der alten fernöstlich-höfischen Kaiserdynastien und
ihrer zerstörerischen Selbstreflexionen.
Das ist keine Kunst, sondern pervers verhärtet.

TARANTINO fällt weite hinter seinen Möglichkeiten zurück.
Für ihn mag „Kill Bill“ eine Selbstbestätigung sein. Da die Welt
voller Gewalt ist, könnte man den Film als ins System passend
interpretieren, oder als Synthese für die Legitimation
der Gewalttaten, die um uns herum lauern, verstehen lernen.
Selbst dem mag ich nicht zu folgen. Da die fragwürdigen Begriffe von
‚Ehre’ und ‚Rache’ ebenso im Mittelpunkt stehen wie die
radikalen Säbelgefechte, ist er jenseits jeder Moral, nur der eigenen
Professionalität verpflichtet.
Der ‚Meister’ hat sicherlich viel Wert auf die Kulisse, auf das
Honkong-Kino gelegt. Dieser Griff ist wenig erfolgreich, da er
diese Codes ständig zerstört. Seine Schauspieler sind statische
Figuren, die sterben oder einfach verschwinden.
Sie haben keinen Charakter, da sie nur zum Kampf und zum
töten bestellt sind.
Uma THURMAN, die ihre besten Filme mit „Pulp Fiction“
(Regie: Quentin TARANTINO, 1994 und „Gattaca“ (Regie:
Andrew NICCOL, 1997) hatte, symbolisiert Frauenpower an der
falschen Stelle. Sie ist keine reinigende gesellschaftliche Kraft,
zwar die einzige Figur, die sich durch das Erlebte verändert,
doch mit beiden Beinen dem kämpfenden Matriarchat verbunden
bleibt.
Mit ihrem schwarz-gelben Motorradanzug schaut sie wie
eine geläuterte Christiane F. aus dem Film „Wir Kinder vom
Bahnhof Zoo“ (Regie: Ulrich EDEL, 1981) aus.
Sie zeigt die Welt aus ihrer Sicht, die ein Planquadrat ist, auf dem
sich die abgeschlagenen Gliedmaßen bestens verteilen lassen.
Ihr Auftritt hat nichts mehr gemein mit der bildfüllenden Totale
aus „Pulp Fiction“ an der Seite von John TRAVOLTA.
Im Showdown tötet sie ihre Rivalin O-Ren Ishi (Lucy LIU) während
ihr Kimono aufdeckt, was verbreitet wird: der ritualisierte
Antagonismus geht in Volume 2 weiter.

Fazit: Mit seiner distanzlos eingesetzten brutalen Waffengewalt
wird der Film zur Oberfläche und in seinen meisten Szenen zu einem
schlichten Selbstzweck. Das Objekt der Verehrung
verkommt bei TARANTINO zu einem Manifest des Horrors
von ekelerregenden Szenen.
„Kill Bill“ ist kein Kult. Er ist verwerflich, bösartig, raubeinig,
grobschlächtig und sollte in die untergehenden Epoche des
Martial-Arts Kino eingeordnet werden.
„Tiger&Dragon“ (Regie: Ang LEE, 2000) und „Hero“ (Regie:
Zhang YIMOU, 2003) sind als Gegenpart eine Augenweide
und faszinierend. Sie zeigen Tradition in zeitloser Schönheit.
Die klassischen Augenblicke dieser Filme sind als Referenz
an dieses Genre sehenswerter als die Transformation der
flüchtigen Morde von TARANTINO.
Dietmar Kesten 19.10.03 12:39

Kill Bill - Volume 1 FlowZ 21.10.03 13:13
Kill Bill - Volume 1 Daniel Hamers 19.10.03 23:12

(8/10)
'Tarantinos neuestes Meisterwerk als marketingorientierter Cliffhangar '

"Wenn du auf deinem Weg Gott triffst, kannst du ihn mit diesem Schwert zur Strecke bringen!", flüstert der Samuraischmied der blonden Kriegerin zu...

Wer erinnert sich nicht an den Kultfilm "Pulp Fiction" oder das pointenreiche und überraschende Vampirgemetzel "From Dusk till Dawn" von dem Erfolgsregisseur Quentin Tarantino? Nun watet er mit einem Zweiteiler und seiner favorisierten Schauspielerin Uma Thurman auf, um weitere, skurrille Action zu demonstrieren, doch in Anlehnung an bekannte Eastern-Filme mit Matrix-Effekten und rücksichtslosem Splattering. Wer in Matrix Revolutions ein wenig Blut vermisste, kommt in diesem blutrünstigen Samurai-Splatter voll auf seine Kosten! In manchen Kampfszenen glaubt man, das Blut spritze ins Publikum, gar derart aufdringlich, dass man für kurze Momente Tarantinos makaberen Humor und komödiantische Züge wie in seinen anderen Werken zu entdecken vermag.

Besonders anstößig sind Tarantinos geschickten Anspielungen auf Tabuthemen unserer westlich-zivilisierten Gesellschaft, in der er Kinder und Jugendliche als Erwachsene behandelt, indem er 11-jährige Mädchen pädophile Mafiabosse verführen lässt, damit sie sich an ihm rächen können oder Schulmädchen, die sich als gewalttätige Kämpferinnen mit schwingenden Morgensternen entpuppen oder Komapatientinnen von Pflegern für wenig Geld an lüsterne Männer verhökert werden sowie kleine Mädchen zusehen müssen, wie ihre Mütter erdolcht werden und vom Mörder gesagt bekommen, dass sie es verstehen würden, wenn sie sich nun Rache schwören würden.

Zwar handelt es sich hierbei erst um den zweiten Teil und der abstruse Rachefeldzug wird erst im Frühjahr nächsten Jahres weitergeführt, aber bewundere Tarantinos Mut, den er als Regisseur in diesem FIlm beweist und gleichzeitig seiner Machart treu bleibt, wenn es auch Kontroversen auslösen mag. Wem spritzendes Blut nicht sonderlich schockt, dem empfehle ich diesen Film unbedingt.
Jonathan Dilas (Homepage) 18.10.03 09:13

(10/10)
WOW! Was für ein Film!
17.10.03 09:40


weiß jemand wo man den Trailer bekokommt
uuu 9.10.03 16:56

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